Erstellung eines neutralen Verkehrsgutachtens für die Hauptstraße durch Edling 

Die Verkehrssituation entlang der Edlinger Hauptstraße ist seit vielen Jahren ein ungelöstes Thema. Zahlreiche Gefahrenstellen sind seit Jahrzehnten bekannt, insbesondere für die schwächsten Verkehrsteilnehmer: Kinder auf dem Schulweg, Fußgänger, ältere Menschen und Radfahrer. Engstellen, unübersichtliche Querungen und ein hohes Verkehrsaufkommen führen dazu, dass viele Bürgerinnen und Bürger die Hauptstraße als belastend und teilweise gefährlich empfinden. Trotz dieser langjährigen Problemlage wurden bislang keine nachhaltigen Verbesserungen umgesetzt. Um diese Situation fachlich fundiert zu analysieren, stellte die UBG Edling im Mai 2023 den Antrag, ein neutrales Verkehrsgutachten für die gesamte Hauptstraße in Auftrag zu geben. Ziel war es, die bekannten Gefahrenstellen objektiv zu erfassen und konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit vorzuschlagen. Der Antrag betonte ausdrücklich die besondere Verantwortung gegenüber Kindern, die täglich die Hauptstraße queren müssen, sowie gegenüber Fußgängern und Radfahrern, die sich in engen oder schlecht einsehbaren Bereichen bewegen.

Der Antrag wurde jedoch mit der Begründung abgelehnt, dass die bestehenden Verkehrsprobleme im Zuge des geplanten Erweiterungsbaus des Rathauses gelöst würden. Diese Annahme hat sich inzwischen als nicht zutreffend erwiesen. Im Herbst 2025 bestätigten sowohl die Polizei als auch das Landratsamt Rosenheim eindeutig, dass der Rathaus‑Erweiterungsbau keine Möglichkeiten bietet, die Verkehrssituation entlang der Hauptstraße wirksam zu entschärfen. Damit entfällt die zentrale Grundlage, auf der die Ablehnung des Antrags beruhte. Seit Mai 2023 – also seit über zweieinhalb Jahren – hat sich an der Verkehrs-situation entlang der Hauptstraße nichts verbessert. Die bekannten Gefahren-stellen bestehen unverändert fort. Kinder müssen ihren Schulweg weiterhin unter Bedingungen bewältigen, die sie als unsicher empfinden. Eltern berichten regelmäßig von Situationen, in denen ihre Kinder auf die Rücksichtnahme der Autofahrer angewiesen sind oder riskante Verkehrslagen kaum selbst einschätzen können. Auch Fußgänger, ältere Menschen und Radfahrer sind weiterhin mit Engstellen und unübersichtlichen Bereichen konfrontiert, die ihnen erhöhte Aufmerksamkeit abverlangen und objektiv ein Risiko darstellen.

Damit zeigt sich deutlich:

Trotz eines klar formulierten Antrags, trotz der bekannten Problemlage und trotz der inzwischen eindeutigen Einschätzung der Fachbehörden ist seit 2023 keine Maßnahme ergriffen worden, die zu einer spürbaren Verbesserung der Verkehrssicherheit geführt hätte. Die Verantwortung für die Sicherheit der Bürger-innen und Bürger – insbesondere der Kinder – bleibt damit weiterhin ungelöst.