Verkehrssicherheit in der Raiffeisenstraße
Im ursprünglichen Antrag vom 10. September 2024 hatten wir eine durchgehende rote Fahrbahnmarkierung entlang der Raiffeisenstraße beantragt – beginnend am Bahnübergang auf der rechten Seite ortseinwärts. Ziel war es, die bestehenden Gehwegabschnitte miteinander zu verbinden und damit die Sicherheit für Schülerinnen und Schüler sowie zahlreiche weitere Fußgängerinnen und Fußgänger zu erhöhen. Die Raiffeisenstraße ist schmal, unübersichtlich und wird intensiv genutzt; viele Menschen wechseln aufgrund der Unsicherheit mehrfach die Straßenseite. Genau deshalb war die Markierung als niederschwellige, schnell umsetzbare Lösung gedacht.
Im Rahmen der Verkehrsschau wurden diese Argumente jedoch von der Polizei vollständig zurückgewiesen. Die Begründung lautete, dass aufgrund der baulichen Situation keine weiteren Maßnahmen möglich seien. Diese pauschale Einschätzung halten wir für problematisch, denn sie blendet aus, dass gerade an schwierigen Stellen kreative, ortsangepasste Lösungen notwendig sind – und in vielen anderen Gemeinden auch erfolgreich umgesetzt werden.
Bedauerlich ist zudem, dass sich der Gemeinderat mehrheitlich den Hinweisen der Polizei angeschlossen hat, ohne erkennbar für eine alternative Lösung einzutreten oder die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger mit Nachdruck zu vertreten. Der Eindruck entstand, dass man sich mit dem Hinweis „baulich nicht möglich“ zufriedengab, statt aktiv nach Wegen zu suchen, diesen Gefahrenpunkt zu entschärfen.
Wir sind überzeugt:
Die Verantwortung der Gemeinde endet nicht dort, wo Standardlösungen schwierig werden. Sie beginnt genau an solchen Stellen. Die Sicherheit auf einem stark frequentierten Schul- und Fußweg darf nicht an formalen Argumenten scheitern. Hier braucht es Mut, Kreativität und den Willen, für eine bessere Lösung zu kämpfen.


